Fastenzeit – verwundbar – wunderbar!

Die Fastenzeit beginnt in diesem Jahr früh: bereits am Mittwoch, 17. Februar, dem so genannten Aschermittwoch mit seinem starken Symbolgehalt: Er läutet im Christentum die 40-tägige Passions- und Fastenzeit ein, die bis Ostern dauert (die Sonntage sind ausgenommen).

Seinen Namen verdankt der Aschermittwoch einer alten kirchlichen Tradition, bei der die Gläubigen ihr Haupt mit gesegneter Asche bestreuen. Die Asche ist ein Symbol für die Vergänglichkeit, aber auch für Busse und Reue: früher wurde Asche als Putzmittel verwendet und steht deshalb heute noch als Reinigungsmittel für die Seele. In der katholischen Kirche Dietlikon, Wangen-Brüttisellen beginnt der Gottesdienst zum Aschermittwoch um 19.30 Uhr und wird von Reto Häfliger und Luis Capilla gestaltet.

Vorgestellt wird in dem Gottesdienst auch das diesjährige Thema der Fasten- und Osterzeit der Pfarrei: „Verwundbar – wunderbar“. Zu diesen Schlagworten werden während der Fastenzeit immer wieder Anregungen und verschiedene Impulse vermittelt. Den Auftakt machen zwei Pinwände in der Kirche. Auf die eine kann man Zettel in Form eines Holzscheits anbringen, auf denen man notiert hat, wo man sich persönlich verwundbar fühlt. Auf der anderen Pinwand entsteht ein helles Bild mit Strahlen, auf die man schreiben kann, was man als wunderbar empfindet.

Während der Fastenzeit üben Christen Verzicht: die einen verzichten ganz auf Nahrung, andere nur auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Fleisch, Süssigkeiten oder Alkohol oder auf andere Dinge wie Fernsehen, Handyspiele usw. Zum Fasten gehören aber auch die Solidarität mit den Mitmenschen (z.B. durch Spenden für das Fastenopfer) sowie das Nachdenken über das eigene Leben und den eigenen Glauben.

Die ökumenische Fastenwoche, die seit vielen Jahren durchgeführt wird, fällt 2021 aus. „Eine Woche lang auf feste Nahrung verzichten kann etwas sehr Sinnvolles sein. Es schwächt aber den Körper und dies ist in der momentanen Situation von Corona nicht ratsam. Auch ist es momentan nicht möglich, sich in einer Gruppe zu treffen und sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Deshalb müssen wir die traditionelle ökumenische Fastenwoche ausfallen lassen“, erklärt Gemeindeleiter Reto Häfliger.

Während der gesamten Fastenzeit steht jedoch die Kirche täglich von 8 bis 20 Uhr offen und lädt dazu ein, zur Ruhe zu kommen, Texte mitzunehmen und in der Stille zu verweilen.