Erholungswoche Bad Wörishofen

Wellness in Bad Wörishofen mit dem ökumenischen Seniorenteam

Am 18. Mai reiste eine froh gelaunte Gruppe von 43 Leuten aus Wangen/Brüttisellen in die Erholungswoche,  organisiert durchs ökumenische Seniorenteam. Über St. Gallen mit Mittagshalt im schmucken Lindau gings zum Ziel Bad Wörishofen, ein Ort um Kraft zu tanken und die Seele baumeln zu lassen.

Schon am Sonntag erhielten wir nach dem Gottesdienstbesuch (St. Justinakirche) anlässlich einer Führung Einblick in das Leben von Sebastian Kneipp, der ab 1855 42 Jahre lang als Spiritual hier lebte und den klösterlichen Musterbetrieb erfolgreich führte. Hier perfektionierte er seine ganzheitliche Gesundheitslehre der 5 Säulen: Wasser, Bewegung, Kräuter, Ernährung, Geist und Seele . Überall im Dorf finden sich Zeugnisse aus seinem Leben. Eine echte Sehenswürdigkeit ist der riesige Kurpark (160/m m2), abertausende Frühlingsblumen und tausende Rosen bieten einen grossartigen Anblick. Wir durchliefen diesen Park leider bei strömendem Regen – also ganz im Sinne Pfarrer Kneipps: Wassertreten mit den Füssen und Guss von oben! Wer sich gerne im Wasser aufhält liess sich beim Besuch der “Therme” verzaubern – ein traumhaftes Südsee-Feeling und einzigartige Vital-Anlagen mit echten Palmen, weissem Sandstand und türkisfarbenen Heilwasserflächen.

Beim Ausflug nach Augsburg wurde infolge des schlechten Wetters vorwiegend im Car über viel Interessantes dieser bayrischen Wasserstadt mit den schönen Brunnen und dem vorbildlichen Kanalsystem (seit 1276) berichtet wie auch über Jakob Fugger, den “Reichen” (*1459), der die “Fuggerei” gründete, ein Siedlung für die Armen der Stadt, die bis heute noch für die Ärmsten besteht (67 Häuser für rund 150 Bewohner bei einer Jahresmiete von € 0,88). Den Reichtum erwarben die Fuggers u.a. durch Bergwerksunternehmungen. Bei der Führung wurde der “Goldene Saal” im Rathaus nicht vergessen – es stockte der Atem bei soviel Prunk. Ein Erlebnis besonderer Art war die Museumswelt am Grünten bei Burgberg, wo wir Wissenswertes über den früheren Erzbergbau (14. – 19. Jh) erfuhren und eine zünftige “Brettljause” uns stärkte. Auf dem Starnbergsee, begleitet von viel Sonnenschein, glitten wir bei Kuchen und Kaffee über das ruhige Wasser vorbei an eine gepflegten Uferlandschaft.

Die Abende wurden bei ungezwungenem Zusammensein mit Lotto, Jassen, Spielen, Gesprächen oder Baden im hauseigenen Hallenbad oder Whirlpool verbracht. Der Cabaret-Abend im Kursaal bleibt uns allen in bester Erinnerung: “Schnucki, ach Schnucki” und andere alte Schlager nebst witzigen und spritzigen Couplets wurden von einem Wiener Trio gekonnt vorgetragen. Die Freude am Kurkonzert des Musikvereins Stockheim wurde durch den strömenden Regen (sprich nasse Füsse) etwas gedämpft. Unvergessen geblieben ist auch der Abend mit dem nostalgischen Schweizerfilm “Bäckerei Zürrer”..

Nach einer Woche kehrten wir bereichert mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken  nach Hause zurück. Es waren trotz nicht optimalem Ferienwetter schöne Tage in einem guten Wellnesshotel zusammen mit einer sehr aufgestellten und fröhlichen Gruppe.

Einmal mehr darf ich im Namen Aller dem Leiterteam für die Superorganisation danken. Wir fühlten uns wohl und gut aufgehoben. Vergelt’s Gott

Irène Oettli